Nachwinterkochen 2016

Neues Jahr, neues Event! Diesmal Ende Februar, was einerseits noch nicht Frühling, andererseits nicht mehr so richtig Winter ist (zumindest 2016…). Also eben ein Nachwinterevent. Und sogar mit Bericht nach einer Woche, quasi noch frisch. 😉

Mit 20 Köchen würde ich mal sagen im Rahmen des Üblichen. Es war auch dieses Mal wieder ein Profi zu Gast, der spontan einen weiteren Gang eingefügt hat. So kamen am Ende ein Apéro, 2 Amuses (direkt wenig!), 12 Gänge, und zum Schluss herzhafte Sablés statt Pralinen auf den Tisch. Neben des erwähnten zusätzlichen Zwischengangs wurde auch ein weiterer Break eingeschmuggelt, doch dazu später.

Anrichte

Anrichte

Heute werde ich mich mal nicht über den Zeitplan auslassen, denn der wurde dank 1 1/2 Tagen Vorbereitung nicht nur eingehalten, sondern zeitweise sogar übertroffen. Am Ende kam der letzte Gang zwar 2 1/2 Stunden später als auf dem Whiteboard geplant, aber das war auch gut so. Zwischendurch kamen die Gänge so schnell hintereinander, dass ich zwei Gänge im Rückstau war und mit dem Anrichten und Fotografieren nicht hinterher kam. 😯 Von Essen reden wir mal nicht, das ist ja das harte Los des Fotografen. 😉

Stattdessen war DIE Neuerung dieses Events eine große Anrichte mit Chafing Dishes und Wärmelampen. Das schafft nicht nur deutlich mehr Platz zum Teller Anrichten als in der Küche, es sorgt auch für warmes Essen. Und der Fotograf kann sich seine Teller zwischen parken, um auch nach dem Foto noch ein warmes Essen zu bekommen. 😎

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Novemberkochen 2015

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei, und hier ist es nun also, das dritte und letzte Event für dieses Jahr.

Besser spät als nie, was den Bericht betrifft. Leider war ich etwas „abgelenkt“, und so sind es nun auch schon gute vier Wochen her, dass gekocht und gegessen wurde… Deswegen liegen mir die Gerichte auch nicht mehr so ganz auf der Zunge. Mal sehen, was wir noch zusammen bekommen. 😉

Während beim letzten Event nur 9 Köche dabei waren, sah es diesmal im Vorfeld lange Zeit so aus, als müsste wegen Überfüllung geschlossen werden. Nach einer Verlegung des Termins und der sowieso üblichen kurzfristigen Ausfälle wurden es am Ende 17 Köche, eine handhabbare Anzahl. Wieder gab es einen Vorbereitungstag am Freitag, und so wurde relativ entspannt um 10 Uhr morgens mit der traditionellen Ansprache und Kochteamfindung begonnen. Es standen Apéro, 3-4 Amuses (je nach Zählung), 10 Gänge und abschließend Pralinen auf dem Plan.

Während sich die Köche warm liefen unternahm ich einen Herbstspaziergang durch den Novemberregen. Zur Einstimmung also heute mal Landschaften und kein Essen!

November

November

November

November

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Herbstmenü

Ich auch mal wieder! In weniger als einer Woche steigt schon das nächste Gwex-Event. Und mein letztes selbst gekochtes, größeres Menü war vor 3 1/2 Jahren. 😮 Höchste Zeit! Tatsächlich wäre ein Frühsommer-Menü geplant gewesen. Und plötzlich ward’s Herbst… Aber auch gut, Herbst ist eh die schönste Jahreszeit.

Also frisch ans Werk. 7 Gänge, klassische Menüfolge. Statt Fisch lieber einen vegetarischen Zwischengang. Gruß aus der Küche davor. Nach nicht einmal einem Monat steht auch schon fast das Menü, und Gäste sind auch gefunden. Das letzte große Menü fand in der letzten Urlaubswoche statt, diesmal müssen die Vorbereitungen neben der Arbeit geschehen, was deutlich lästiger ist. Oh, und nebenbei wollte eine schöne Herbsterkältung auskuriert werden, die am Wochenende zuvor zugeschlagen hatte. Zum Glück griffen zwei mir sehr liebe Menschen helfend mit ein, so dass wir am Ende tatsächlich bis zum Erscheinen der Gäste fertig waren.

Nun muss ich einfach mal ein Foto des Einkaufskorbs hier hin stellen. 7 Gänge für 6 Personen auf durchaus nicht alltäglichem Niveau. Das sind (fast) alle Zutaten, sie passen in einen großen Faltkorb:

Einkauf

(fast) Alle Zutaten für ein 7-gängiges Menü für 6 Personen

So gut wie alles ist aus dem örtlichen Bioladen, und der ganze Spaß kommt auf knappe 20.- pro Person Materialkosten.  Das musste einfach mal gesagt werden. 😉 Jetzt aber los!

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Vegetarisches Sommerkochen 2015

In diesem Jahr gibt es nicht nur zwei, sondern gleich drei Events. Dieses ist das mittlere, und in vielerlei Hinsicht ein besonderes.

Plan

Sogar das Whiteboard kam ins Schwitzen

Beginnen wir beim Zeitpunkt – mitten im Hochsommer. Während bisher früh- bis spätwinterliche, vorweihnachtliche oder vorösterliche Termine üblich waren, fand dieses Event am letzten Augustwochenende statt. Bei strahlend blauem Himmel und kuscheligen 30°. Bestes Wetter also, um gemütlich im wunderschönen Biergarten des Lieblings-Landgasthofes unter den alten Bäumen zu sitzen. Oder natürlich bei noch gemütlicheren 40° am Herd zu stehen, dachten sich 9 Köche und verschwanden in der Küche… Womit wir bei der nächsten Besonderheit wären – 9 Köche! Geneigte Stammleser mögen sich fragen, wo die anderen 20 hin verschwunden sind. Was tatsächlich eine gute Frage ist, zu der es verschiedene Theorien gibt. Lag es am Thema (zu dem wir gleich kommen), am Datum, Wetter, oder an sonst etwas? Wahrscheinlich von allem ein bisschen… Die wenigen Köche verleiteten pessimistisch veranlagte Zeitgenossen vorab zu Unkenrufen, was das wohl für Auswirkungen auf den Zeitplan haben könnte. Nun, wir werden sehen.

Nun zum Thema des Events – ein rein vegetarisches Menü in 9 12 15 18 17 Gängen (Änderungen vorab und unterwegs vorbehalten). Spannend! Bisher waren schon immer sehr viele Gänge fleischlos, diesmal sollte das ganze Menü ohne Tiere auskommen. Wohlgemerkt, nicht ohne Tierprodukte. Nur vegetarisch, nicht vegan. Trotzdem auf gewohnt hohem Niveau, gerne ein bisschen abgefahren. Vom Aufbau nur lose am klassischen Menü orientiert – Einleitung und Schluss ganz traditionell, dazwischen viele kleine Gänge gleichberechtigt nacheinander. Was sich sehr gut gemacht hat, waren doch ausgerechnet die „Haupt“gänge (Fleischgang) immer wieder mal nicht unbedingt die Höhepunkte im Menü.

5 Gänge mehr als sonst, 20 Köche weniger, mehrere sehr kleinteilige Rezepte mit vielen Komponenten. Klingt nach dem perfekten Rezept für einen langen Tag! Und hier kommt das große Aber: Der beim letzten Mal eingeführte Vorbereitungstag vor dem eigentlichen Event-Samstag hat die Angelegenheit deutlich entspannt. Dazu kam, dass die kleine Koch-Truppe äußerst konzentriert ans Werk ging. Die Küche ist groß, aber 1/3 der Teilnehmer reduziert das Chaos doch beträchtlich. 😉

Apropos Chaos: Zum ersten Mal habe ich in den Kühlräumen und auf den Abstellflächen beschriftete Container mit den vorbereiteten Komponenten entdeckt. Wenn das mal keine guten Vorzeichen sind! Tatsächlich führten die exzellente Vorbereitung und der samstägliche Fleiß dazu, dass die Schlagzahl teilweise beängstigend war. Die Küche brachte mich ganz schön ins Schwitzen, teilweise kamen die Gänge, bevor der vorhergehende im Kasten (geschweige denn gegessen) war. 😮

Ordnung

Ordnung

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Winterkochen 2015

Es ist wieder soweit – endlich ein neues Koch-Event! Nach der langen Durststrecke seit dem letzten Ma(h)l 2013 starten die Gwex-Events 2015 wieder voll durch, mit einem spätwinterlichen Menü Ende Februar.

Zeitplan

Wishful Thinking?

 

Statistik gefällig? Nein? Macht nichts, kommt trotzdem. Diesmal habe ich leider das Zählen vergessen, aber es sollten 27 Köche gewesen sein, davon 4 Profis. Das Menü startete mit einem Personalessen zur Mittagszeit. Danach Apéro, 3 Amuses, 9 Gänge, Petit Fours und ein Überraschungsgang. Dass der bewährte Landgasthof nebenbei regulär geöffnet hatte, und Marcus entspannt seine Gäste versorgte, während die Meute seine Küche verwüstete, ist ja quasi schon selbstverständlich. 😉

Wie schon beim letzten Mal gab es wieder einen großen Masterplan, der die Menüfolge, die Köche-Zuteilung und den Zeitplan deutlich sichtbar bekannt gab. Beim letzten Mal war 3 1/2 Stunden nach dem geplanten Ende wirklich Schluss. Sind wir mal gespannt, wie dieses Mal die Bilanz aussehen wird!

 

 

Sortierte Zutaten

Sortierte Zutaten

Für einen frischen Start in die Events gab es ein paar Änderungen im Vergleich zum letzten Mal. So traf sich eine kleine, unerschrockene Horde von Teilnehmern schon einen Tag vorher, um alles mögliche vorzubereiten. Einige Komponenten des Menüs mussten sowieso einen Tag im Voraus zubereitet oder eingelegt werden. So war zum offiziellen Beginn am Samstag um 10 Uhr schon eine ganze Menge fertig vorbereitet. Und sogar die Zutaten nach Gängen in Kisten sortiert, um das übliche Suchen zu verhindern. So weit, so optimistisch.

 

 

Eine weitere Änderung hatte wahrscheinlich nur das Ziel, mir das Leben schwerer zu machen. 😀 Dieses Mal sollten alle Gänge sowohl (wie bisher) auf Porzellan, als auch auf Steingut und rustikaler fotografiert werden. Doppelte Arbeit also, dafür allerdings auch doppelter Lohn, der für mich ja aus Naturalien besteht. Außer beim Fisch und Fleisch habe ich mich an doppelten Portionen erfreut – Ehrenwort. Damit sah das Fotoset diesmal auch etwas anders aus. Sonst gab es einen Aufbau für die Teller und den schwarzen Spiegel. Nun ein weißes und ein rustikales Set. Außerdem hatten wir eine wunderbare Tafel, dank des eifrigen Einsatzes einer Expertin. So nobel ging es noch bei keinem Event zu!

Fotoset

Fotoset

Tischdeko

Tischdeko

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Der heilige Brownie-Gral

Seit dieser Wanderung durch Neuseelands unberührteste Ecke und dem anschließenden ersten Abendessen zurück in der Zivilisation bin ich auf der Suche nach dem Mississippi Mud Cake. Nach einer knappen Woche in der Wildnis und kulinarisch höchst wertvollen gefriergetrockneten Tüten-Suppen hatte ich für die Nacht vor der Heimfahrt ein Motel in Wairoa gebucht. Dort gab es an dem Tag nur eine Möglichkeit zum Abendessen, einen Club. In Neuseeland gibt es noch eine Club-Kultur, aus der englischen Heimat importiert. Klingeln und um Eintragung in die Gästeliste bitten inklusive. Hinzu kam, dass jener Club der Club der Weltkriegsveteranen war. Mehr dazu hier. Wie auch immer, das Abendessen war höchst vorzüglich. Was wahrscheinlich hauptsächlich an bereits erwähnten Tüten-Suppen und der allgemeinen Ausgehungertheit lag. 😉 Zum Nachtisch gab es dann den Mississippi Mud Cake. Ein Kuchen, der hauptsächlich aus Schokolade bestand, nicht ganz durchgebacken, und noch warm war. Dazu Vanilleeis und Schlagsahne. Der siebte Himmel, mindestens! Wieder zurück habe ich natürlich nach einem Rezept gesucht. Das meiste, was man im Netz so findet, ist allerdings eher eine Torte…

Kleiner Zeitsprung, nur sieben Jahre später.

Dieses Mal wollte ich endlich mal einen Mississippi Mud Cake backen. Und fand auf einer australischen Seite ein Rezept, das verdächtig nach einem Brownie klang… Hm, Mississippi Mud Cake + Brownie? So wie Milch + Honig, Bonnie + Clyde, …?? Natürlich, der perfekte Brownie (für mich) hat genau die gesuchte Konsistenz! Es kann so einfach sein. Auf Epicurious gab es auch ein Rezept, mit eher durchwachsenen Kommentaren. Aber mit einer passend klingenden Glasur. Kaffee! Whiskey! Sahne! 😀

Und so ward er gebacken, der heilige Brownie-Gral. Maximal schokoladig, feucht und Fudge-artig, mit Kaffee und Whiskey-Aroma. Soooo gut.

 

Coffee & Bourbon-glazed Mississippi Mud Cake Brownies

Zutaten

Coffee & Bourbon-glazed Mississippi Mud Cake Brownies

Coffee & Bourbon-glazed Mississippi Mud Cake Brownies

  • Brownies
    • 250 g Butter, gewürfelt
    • 150 g Schokolade, gehackt, min. 70% Kakao
    • 300 g Zucker
    • ¼ TL Salz
    • 1 doppelter Espresso, auf 250 ml verlängert
    • 80 ml Whiskey
    • 1 TL Vanilleextrakt
    • 225 g Mehl
    • 25 g Kakaopulver
    • ½ TL Backpulver
    • 2 Eier
  • Glasur
    • 40 g Butter
    • 40 g brauner Zucker
    • 1 TL Kaffeelikör
    • 45 ml Sahne
    • 1 EL Whiskey
    • 90 g Puderzucker

Zubereitung

Brownies
1. Eine 23×23 cm Form buttern und bemehlen.
Den Ofen auf 160° vorheizen.
2. Butter und Schokolade zusammen schmelzen.
Zucker, Salz, Kaffee, Whiskey und Vanilleextrakt dazu geben und sehr gründlich glatt rühren.
3. Mehl, Kakao und Backpulver mischen und auf zwei Mal zum Teig sieben. Jedes Mal gut mischen, anschließend kräftig rühren, bis der Teig eine zähere Konsistenz bekommt.
Die Eier einzeln gut unterziehen.
4. Den Teig in die Form füllen und im unteren Drittel des Ofens ca. 30 min backen. Nicht zu lange backen!
10 min in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen.
Glasur
5. Butter, Zucker und Kaffeelikör in einem kleinen Topf schmelzen. Sahne dazu geben und ca. 1 min köcheln lassen.
Vom Herd nehmen und Whiskey einrühren. Den Puderzucker mit dem Schneebesen sehr gut einrühren. Etwas abkühlen lassen, bis die Glasur dickflüssig ist.
Den Kuchen oben und an den Seiten glasieren und komplett trocknen lassen.
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Quelle: Chris / Australian Women’s Weekly / Epicurious

Das Ende des Sommers…

Man könnte natürlich in bewährt pessimistischer Art fragen – welcher Sommer eigentlich? Aber das fragt man sich ja fast jedes Jahr, also kann es kein so untypischer gewesen sein. Nichtsdestotrotz hat sich dieses letzte Wochenende im meteorologischen Sommer von seiner besten Seite präsentiert:

Sommerende

Sommerende

Bei diesen Wetteraussichten (immerhin 15°!) stand zumindest mir der Sinn nach frühherbstlicher Küche. Wobei mir der Herbst ja eh die liebste Jahreszeit ist… Insofern könnte man mir natürlich unterstellen, nur auf eine passende Ausrede gewartet zu haben. 😉 Wie auch immer. Zeit für geschmortes Rind mit viel Rotwein und Pilzen!

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Soul Food

Blog-Events sind meine Sache nicht. Hier geht es ja sowieso eher ruhig zu, und Banner mag ich auch nicht tauschen…

Gramercy Tavern Gingerbread

Gramercy Tavern Gingerbread

Aber wenn Dorothée schon so lieb fragt, wollen wir mal eine Ausnahme machen. 😉 Zumal es um Soul Food geht, das passt gerade. Auch wenn der Winter bisher eher zwischen Herbst und Frühling pendelt – seelenwärmendes Essen passt zu Regenwetter sowieso besser als zu schneeweißer Winterlandschaft. Bleibt noch die Frage, was es geben soll. Zu ihrem dritten Blog-Geburtstag lädt sie ein, da bietet sich ein Geburtstagskuchen doch geradezu an. Bei ihr gibt es ja eher weniger Backwerk, weil die glutenfreie Bäckerei so eine Sache für sich ist. Und dieser Kuchen hier hatte sich sowieso gerade aufgedrängt und wollte unbedingt gebacken werden.

Weil ein Kuchen an sich zwar ganz nett ist, aber als Mitbringsel ein bisschen einsam, gibt es noch andere soulige Dinge dazu. Ungefragt, so bin ich. 😉

 

 

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Weihnachtsvorkochen 2013

Bald ist Weihnachten! Um genau zu sein, in 3 Wochen… Falls jemand noch ein paar Ideen für das Weihnachtsmenü sucht, hier wären „ein paar wenige, kleine“. Es war mir, wie immer, eine große Freude ein Teil davon zu sein – das Weihnachtsvorkochen 2013!

Und leider gleich auch zu Beginn die schlechte Nachricht, der Balance wegen. Yin und Yang und so. Vorerst war dies auch das letzte Vorkochen, denn zumindest 2014 wird es keine weiteren Gwex-Events geben. Der Chef legt eine kreative Pause ein, und somit auch diese Kategorie bei den GenussLandschaften. Doch bevor wir gemeinsam unser Glas auf die vergangenen Events erheben, auf zu den diesjährigen vorweihnachtlichen Ereignissen.

Dieses Mal fand sich eine Truppe von 25 Köchen ein, um in (geplanten) 11 Stunden 1 Apéro, 3 Amuses, 10 Gänge und 1 Digestif zu verwirklichen. Als Schlachtfeld wurde erneut der Landgasthof Lahner auserwählt. Marcus, der Küchenchef, schickte nebenbei während der Veranstaltung noch gute 100 Essen an die regulären Gäste des Hauses aus der Küche. Gelernt ist gelernt, da kann auch eine Meute von Hobbyköchen nichts daran ändern.

Plan

Gut geplant ist halb gescheitert!

Nun, wir sollten noch einmal über die geplanten 11 Stunden sprechen… Hier zum Beweis der große Masterplan zu Beginn des Tages (gegen 10:30 ging es los).
Wie man sieht, war der Apéro für 13:00 angedacht, der Digestif um 21:00. Wie soll ich sagen, es kam erstens anders, und zweitens… genau. 😉 Die Uhrzeiten der Fotos sagen: Apéro um 14:45, Digestif um 0:37. Ganz knapp. Dazu muss man wissen: der Zeitplan wurde noch nie im Ansatz eingehalten, gute 3 1/2 Stunden darüber sind allerdings ein Platz auf dem Treppchen. Endgültig auf den Heimweg machte ich mich gegen 2:30 morgens. Aber es lohnte sich. Und wie!

 

Apéro

Nuss-Gewürz-Röllchen, frittierte Udon, Leinsamen-Cracker Springo

Zum Apéro gab es Springo, eine Spezialität des Hauses – Sekt mit Springkrautsirup, hier zum selber bauen in der Pipette. Springkraut ist ein alter Bekannter vom vorigen Event, und wird auch später noch einmal vorkommen.

Dazu gab es eine in Yufka-Teig eingerollte Paste aus Nüssen, Trockenfrüchten, Ricotta und Gewürzen. Sehr gut, aber eine sehr filigrane Arbeit beim Rollen. Weiter frittierte Udon-Nudeln und Leinsamen-Cracker. Die Leinsamen können nach dem Quellen einfach auf eine Matte aufgestrichen und im Ofen getrocknet werden, das ergibt von selbst einen herzhaften Cracker.

 

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Zwetschgenallerlei

Oder auch: Herbstsonntagskaffeegenuss. 😀

Zwetschgenstrudel

Zwetschgenstrudel

Der Herbst bringt nicht nur Flammkuchen und neuen Wein, sondern natürlich auch all die Früchte, auf deren Ernte man sich schon das ganze Jahr über gefreut hat – Äpfel, Birnen, Zwetschgen (und alle anderen Pflaumen), Holunder, Schlehen, Walnüsse, Haselnüsse, Kastanien, Kürbisse, und und und. Das Paradies schlechthin eigentlich. Und ganz ehrlich, mir gefällt auch die nebelige Stimmung dazu ganz gut. Natürlich ist strahlend blauer Himmel zu den bunten Bäumen, wie sie zur Zeit in der ganzen fränkischen Schweiz zu sehen sind, auch nicht zu verachten. Indian Summer at its best! 😉

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