Soul Food

Blog-Events sind meine Sache nicht. Hier geht es ja sowieso eher ruhig zu, und Banner mag ich auch nicht tauschen…

Gramercy Tavern Gingerbread

Gramercy Tavern Gingerbread

Aber wenn Dorothée schon so lieb fragt, wollen wir mal eine Ausnahme machen. ;-) Zumal es um Soul Food geht, das passt gerade. Auch wenn der Winter bisher eher zwischen Herbst und Frühling pendelt – seelenwärmendes Essen passt zu Regenwetter sowieso besser als zu schneeweißer Winterlandschaft. Bleibt noch die Frage, was es geben soll. Zu ihrem dritten Blog-Geburtstag lädt sie ein, da bietet sich ein Geburtstagskuchen doch geradezu an. Bei ihr gibt es ja eher weniger Backwerk, weil die glutenfreie Bäckerei so eine Sache für sich ist. Und dieser Kuchen hier hatte sich sowieso gerade aufgedrängt und wollte unbedingt gebacken werden.

Weil ein Kuchen an sich zwar ganz nett ist, aber als Mitbringsel ein bisschen einsam, gibt es noch andere soulige Dinge dazu. Ungefragt, so bin ich. ;-)

 

 

Soul Food weiterlesen

Weihnachtsvorkochen 2013

Bald ist Weihnachten! Um genau zu sein, in 3 Wochen… Falls jemand noch ein paar Ideen für das Weihnachtsmenü sucht, hier wären “ein paar wenige, kleine”. Es war mir, wie immer, eine große Freude ein Teil davon zu sein – das Weihnachtsvorkochen 2013!

Und leider gleich auch zu Beginn die schlechte Nachricht, der Balance wegen. Yin und Yang und so. Vorerst war dies auch das letzte Vorkochen, denn zumindest 2014 wird es keine weiteren Gwex-Events geben. Der Chef legt eine kreative Pause ein, und somit auch diese Kategorie bei den GenussLandschaften. Doch bevor wir gemeinsam unser Glas auf die vergangenen Events erheben, auf zu den diesjährigen vorweihnachtlichen Ereignissen.

Dieses Mal fand sich eine Truppe von 25 Köchen ein, um in (geplanten) 11 Stunden 1 Apéro, 3 Amuses, 10 Gänge und 1 Digestif zu verwirklichen. Als Schlachtfeld wurde erneut der Landgasthof Lahner auserwählt. Marcus, der Küchenchef, schickte nebenbei während der Veranstaltung noch gute 100 Essen an die regulären Gäste des Hauses aus der Küche. Gelernt ist gelernt, da kann auch eine Meute von Hobbyköchen nichts daran ändern.

Plan

Gut geplant ist halb gescheitert!

Nun, wir sollten noch einmal über die geplanten 11 Stunden sprechen… Hier zum Beweis der große Masterplan zu Beginn des Tages (gegen 10:30 ging es los).
Wie man sieht, war der Apéro für 13:00 angedacht, der Digestif um 21:00. Wie soll ich sagen, es kam erstens anders, und zweitens… genau. ;-) Die Uhrzeiten der Fotos sagen: Apéro um 14:45, Digestif um 0:37. Ganz knapp. Dazu muss man wissen: der Zeitplan wurde noch nie im Ansatz eingehalten, gute 3 1/2 Stunden darüber sind allerdings ein Platz auf dem Treppchen. Endgültig auf den Heimweg machte ich mich gegen 2:30 morgens. Aber es lohnte sich. Und wie!

 

Apéro

Nuss-Gewürz-Röllchen, frittierte Udon, Leinsamen-Cracker Springo

Zum Apéro gab es Springo, eine Spezialität des Hauses – Sekt mit Springkrautsirup, hier zum selber bauen in der Pipette. Springkraut ist ein alter Bekannter vom vorigen Event, und wird auch später noch einmal vorkommen.

Dazu gab es eine in Yufka-Teig eingerollte Paste aus Nüssen, Trockenfrüchten, Ricotta und Gewürzen. Sehr gut, aber eine sehr filigrane Arbeit beim Rollen. Weiter frittierte Udon-Nudeln und Leinsamen-Cracker. Die Leinsamen können nach dem Quellen einfach auf eine Matte aufgestrichen und im Ofen getrocknet werden, das ergibt von selbst einen herzhaften Cracker.

 

Weihnachtsvorkochen 2013 weiterlesen

Zwetschgenallerlei

Oder auch: Herbstsonntagskaffeegenuss. :-D

Zwetschgenstrudel

Zwetschgenstrudel

Der Herbst bringt nicht nur Flammkuchen und neuen Wein, sondern natürlich auch all die Früchte, auf deren Ernte man sich schon das ganze Jahr über gefreut hat – Äpfel, Birnen, Zwetschgen (und alle anderen Pflaumen), Holunder, Schlehen, Walnüsse, Haselnüsse, Kastanien, Kürbisse, und und und. Das Paradies schlechthin eigentlich. Und ganz ehrlich, mir gefällt auch die nebelige Stimmung dazu ganz gut. Natürlich ist strahlend blauer Himmel zu den bunten Bäumen, wie sie zur Zeit in der ganzen fränkischen Schweiz zu sehen sind, auch nicht zu verachten. Indian Summer at its best! ;)

Zwetschgenallerlei weiterlesen

Herbstanfang

Heute ist kalendarischer Herbstanfang! Und irgendwie ist mir der Herbst auch die liebste Jahreszeit – kulinarisch sowieso. Und wenn er schön golden ist auch sonst. Wann sonst gibt es so eine riesige Auswahl an frischer Ernte auf den Märkten und in den Läden? Der neue Wein wartet auf die erste Verkostung und die Natur bietet noch einmal einen Farbrausch bevor es grau und kahl wird draußen.

Mindestens einmal im Herbst muss es auch einen Flammkuchen geben. Mehrere Anläufe wollte ich dazu schon unternehmen dieses Jahr, aber heute war endlich Zeit. Wobei, Zeit eigentlich nicht. Mehr Lust. ;-) Aus diesem Grund auch, ohne weitere Umschweife, mein Lieblingsrezept. So schnell gemacht, dass selbst keine Zeit eigentlich keine Ausrede ist.

Flammkuchen (2 Stück)

Zutaten

Flammkuchen

Flammkuchen

  • 70 g Mehl, Type 405
  • 130 g Buchweizenmehl
  • 95 g Wasser
  • 5 g Weißweinessig
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Öl (z.B. Rapsöl)
  • 300 g Crème fraîche
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 1 TL Kümmel
  • 2 Zwiebeln
  • 100–200 g Speck

Zubereitung

1. Aus Mehl, Wasser, Essig, Salz und Öl einen Teig herstellen und 30-60 Minuten ruhen lassen. Halbieren, dünnst ausrollen, und auf Bleche geben.
2. Crème fraîche mit (nicht zuviel) Salz, Pfeffer, Kümmel und Muskatnuss glatt rühren und auf dem Teig verteilen.
3. Zwiebeln und Speck in dünne Streifen schneiden und auf die Crème geben.
Bei 250° ca. 8-10 Minuten backen (Ab 7 min beobachten!).

Notizen

Wenn kein Buchweizenmehl vorhanden ist, geht auch nur Weizenmehl.
Eine kleine Stange Lauch oder eine Frühlingszwiebel und dafür nur 1 1/2 Zwiebeln sind auch gut.

Rezept drucken

Quelle: Chris

Federweißer (neuen Wein) gab es leider keinen dazu, ein Grauburgunder tat es ebenso.

Lake Waikaremoana Great Walk

Oder auch: And now, for something completely different!
Lange ward’s versprochen, mit Hanami gab es einen kleinen Einschub, aber heute gibt es endlich mal etwas anderes als Essen hier zu sehen. ;-)

Und was wäre ein besserer Einstieg, als einer der New Zealand Great Walks? Das sind 9 der am besten gepflegten Wanderwege Neuseelands, und sie gehören zu den schönsten Wanderungen, die man dort unternehmen kann. Allerdings auch in größter Gesellschaft, da sie dank fleißiger Werbung gut besucht sind. Man muss für alle Tracks Übernachtungstickets teilweise weit im Voraus buchen, damit die Wege nicht zu voll werden. Nichtsdestotrotz – es lohnt sich!

Nun also zum Lake Waikaremoana Great Walk, der mit 46 Kilometern recht mittig liegt. Der kürzeste ist der Raikura Track auf Stewart Island mit 29 km. Allerdings ist Stewart Island mit über 250 Regentagen im Jahr eher… nass. Der längste Fußweg ist der Heaphy Track mit 82 km. Der längste Great Walk ist die Whanganui Journey, 145 km mit Kanu oder Kajak einen der größten Flüsse Neuseelands hinunter.

Die morgendlichen Wolken verziehen sich

Der Lake Waikaremoana liegt im Osten der Nordinsel, mitten im Te Urewera Nationalpark, dem größten zusammenhängenden Urwaldgebiet Neuseelands. Dort findet man noch viele zum Teil sehr seltene Tiere und Pflanzen und sehr viele unberührte Stellen Natur, an die sich selten oder nie ein Mensch verirrt. Es gibt noch weiße Flecken auf den Karten, Ecken, die man nur aus der Luft erahnen kann. Wer sich dort verstecken will, kann es tun, wie min. ein entflohener Häftling auch erfolgreich demonstriert hat. Er kam allerdings nach Jahren freiwillig wieder heraus…
Nun ist der der Urwald ein gemäßigter Regenwald, d.h. auch am Lake Waikaremoana hat man sehr schnelle Wetterumschwünge und jede Menge Regen. An den vier Enden des Sees hat man meist vier unterschiedliche Wetterlagen. Allerdings, wo hat man das nicht in Neuseeland. ;-) Glücklicherweise hatte ich 4 sonnige Tage nach Weihnachten 2007, mit etwas Regen am ersten Tag, der aber das dichte Blätterdach erst gar nicht durchdrungen hat.

Der Lake Waikaremoana ist durch einen Erdrutsch entstanden, dessen Überreste man auf dem Track heute noch sehen kann. Er ist bis zu 250 m tief und liegt auf 600 m Höhe – also eigentlich ein Gebirgssee. Das Problem an der Sache: Um den See von Norden aus zu erreichen, muss man über 100 km Schotterpiste hinter sich bekommen…

Einleitung
Tag 1 – Anfahrt (395 km / 7 h)
Tag 2 – Hopuruahine Landing bis Waiharuru Hut (9 km / 6 h)
Tag 3 – Waiharuru Hut bis Waiopaoa Hut (17 km / 9 h)
Tag 4 – Waiopaoa Hut bis Panekiri Hut (7.5 km / 5 h)
Tag 5 & 6 – Panekiri Hut bis Onepoto Landing (9 km / 4 h) und Heimreise (513 km / 8 h)

Zum Album in der Galerie

Lake Waikaremoana Great Walk – Tag 5 & 6

Tag 5 & 6 – Panekiri Hut bis Onepoto Landing (9 km / 4 h) und Heimreise (513 km / 8 h)

Der Tag begann um 6 Uhr, mit dem Sonnenaufgang auf 1200 m Höhe. Und auch wenn ich definitiv kein Frühaufsteher bin, gelegentlich lohnt es sich doch. So wie hier!

Morgenstimmung

Sonnenaufgang an der Panekiri Hut

Morgenstimmung

Sonnenaufgang an der Panekiri Hut

Morgenstimmung

Das Panekiri Bluff bei Sonnenaufgang

Lake Waikaremoana

Die morgendlichen Wolken verziehen sich

Lake Waikaremoana Great Walk – Tag 5 & 6 weiterlesen

Lake Waikaremoana Great Walk – Tag 4

Waiopaoa Hut bis Panekiri Hut (7.5 km / 5 h)

Der Morgen zeigte sich recht grau, ein Phänomen, das man am Lake Waikaremoana andauernd beobachten kann: Abends, nachts und morgens ziehen dichte Wolken über den See. So freut man sich jeden Abend auf einen verregneten nächsten Tag. Glücklicherweise wurde ich ja fast komplett vom Regen verschont. Nachdem die müden Glieder sich weigerten, frühmorgens aus dem Schlafsack zu kriechen, begann die Tagesetappe allerdings sowieso erst gegen 12 Uhr. Bis dahin hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne schien wieder wie auch die Tage zuvor.

Regenwald

Letztes Stück Regenwald am Südwestufer des Sees

Direkt hinter der Hütte begann der Anstieg auf die Panekiri Ridge, und es hieß Abschied vom Regenwald nehmen. Dafür legte er sich noch einmal richtig ins Zeug, wie man unschwer erkennen kann. Das Bild links wurde nicht zur Seite, sondern nach vorne, in Richtung des Weges fotografiert!

Der Anstieg von dieser Seite der Ridge ist nicht besonders steil, dafür aber stetig und lang. Beinahe 7 km geht es immer bergauf, mit kleinen Senken zwischendrin.

 

 

Mittagspause

Schöner Blick auf den See

Nach ungefähr der Hälfte der Strecke findet sich eine kleine Bank mit einem ebenen Platz darum, was geradezu nach Mittagspause ruft. Die Waiopaoa Hut liegt ziemlich genau in der Bildmitte, am Seeufer. Allerdings unterhalb der Bäume. ;-) Auch die zweite Etappe lässt sich von hier ganz gut würdigen, sie nimmt ein großes Stück der sichtbaren Uferlinie ein.

Frisch gestärkt ging es weiter. Der Wald hier oben hatte sich nun endgültig von Baumfarnen und Podocarps zu moosbewachsenen Südbuchen gewandelt und erinnerte doch sehr schwer an den Fangorn. Vielleicht findet man hier ja noch einen Ent, wenn man genau hin sieht…

 

Regenwald

Südbuchen

Regenwald

Moos

Regenwald

Fangorn?

Regenwald

Fangorn?

Von der Panekiri Hut aus ist die Aussicht auf den See schließlich schlicht phänomenal. Zum ersten Mal bekommt man beim Wandern aus dieser Richtung auch die Größe des Sees zu sehen. Und die Dichte des Waldes ist immer wieder beeindruckend.

Aussicht

Aussicht von der Panekiri Hut auf den See

Aussicht

Aussicht von der Panekiri Hut auf den See

Endlich oben angekommen, hat jeder so seine Art, den erfolgreichen Aufstieg zu feiern. Egal, ob man von der kurzen, steilen Seite kam, oder, wie wir, von der langen, nicht so steilen. Die beiden Kiwis, die ich kennen gelernt hatte, hatten eine dicke Zigarre mitgebracht und gönnten sich eine Vater-Sohn-Rauchpause. Andere hatten eine Weinflasche und Gläser dabei – gut, dass es deren erste Etappe war, so mussten sie den Wein nicht über die restlichen 35 km tragen. ;-)

Die Panekiri Hut ist von den Ausmaßen relativ klein, hat aber 36 Betten in dreistöckigen Pritschen auf zwei Schlafräume verteilt. Dazu kommt ein Aufenthaltsraum mit Dieselofen und Kochplätzen, in dem es bei Sturm und Unwetter bestimmt sehr gemütlich wird, wenn die Hütte voll belegt ist. Gerade im Vergleich zur völligen Ruhe der letzten drei Tage ging es beinahe geschäftig zu.

Gegen 18 Uhr begannen dann wieder Wolken von der Südseite her den Hang hinauf zu rollen, durch uns hindurch zu ziehen, und auf der anderen Seite ins Tal zum See hinab zu fallen.

Rollin' rollin' rollin'

Wolken rollen von Süden den Berg herauf

Schlechtwetterfront

Abendliches Regenwetter zieht durch uns hindurch

Abendstimmung

Die letzten Wolken rollen über den Bald Knob ins Tal

Bald nach dem Abendessen war es Zeit, den Schlafsack aufzusuchen, denn am nächsten Tag stand nicht nur die letzte Etappe an, sondern Sonnenaufgang auf der Panekiri Ridge!

Einleitung
Tag 1 – Anfahrt (395 km / 7 h)
Tag 2 – Hopuruahine Landing bis Waiharuru Hut (9 km / 6 h)
Tag 3 – Waiharuru Hut bis Waiopaoa Hut (17 km / 9 h)
Tag 4 – Waiopaoa Hut bis Panekiri Hut (7.5 km / 5 h)
Tag 5 & 6 – Panekiri Hut bis Onepoto Landing (9 km / 4 h) und Heimreise (513 km / 8 h)

Zum Album in der Galerie

Lake Waikaremoana Great Walk – Tag 3

Waiharuru Hut bis Waiopaoa Hut (17 km / 9 h)

Der Tag der längsten Etappe begann sonnig und mit einem recht gemütlichen Abschnitt direkt am Ufer des Sees, entlang einiger netter Buchten.

Upokororo Bay

Upokororo Bay

Regenwald

Von der Waiharuru Hut zur Te Totara Bay

Kurz vor der Te Totara Bay stieg er allerdings kräftig an – um zur Bucht hin wieder vollständig abzufallen. Überhaupt ist das Motto der zweiten Etappe aus dieser Richtung: Weit hinauf und dann wieder hinunter – und das Ganze von vorne…

So langsam wandelte sich auch das Bild des Waldes. Am Anfang dominierten Palmen, Podocarps (Steineiben) und Farne. Nun waren mehr Südbuchen, Moos und noch mehr Farne zu sehen, v.a. nach der Marauiti Hut.

Vom Rest des Tages gibt es leider keine Fotos mehr, da das Fotografieren zu lange aufgehalten hat und ich noch viel mehr Weg vor mir hatte als nach 4h geplant war… Deswegen habe ich auch leider den geplanten Abstecher zu den Korokoro Falls nicht geschafft. Dafür habe ich unterwegs zwei Kiwis getroffen, einen Uni-Dozenten und seinen Sohn. Sie absolvierten den Trail mit Zelt und ohne Ticket. Sie schauten zu, immer relativ spät anzukommen, um der möglichen Ticketkontrolle zu entgehen. Im weiteren Verlauf sind wir uns bis zum Ende des Trails immer wieder unterwegs und an den Hütten über den Weg gelaufen.

Waiopaoa Hut

Aufenthaltsraum der Waiopaoa Hut am Morgen

Waiopaoa Hut

Waiopaoa Hut

Die Waiopaoa Hut erreichte ich in der Abenddämmerung und ziemlich auf dem Zahnfleisch kriechend. 18 kg Gepäck zehren doch ganz schön. Aber weder auf Essen, Kocher, Gas, Wasser, noch auf Kleidung für die möglichen wilden Wetterlagen des Sees kann man verzichten. In der 30-Betten-Hütte waren diesmal sogar andere Wanderer, ein Japaner und drei Deutsche. Von den Deutschen waren zwei aus Nürnberg – was ich aber erst am anderen Tag im Hüttenbuch heraus fand, denn sie beschäftigten sich lieber mit dem prasselnden Ofenfeuer als mit Konversation.

Einleitung
Tag 1 – Anfahrt (395 km / 7 h)
Tag 2 – Hopuruahine Landing bis Waiharuru Hut (9 km / 6 h)
Tag 3 – Waiharuru Hut bis Waiopaoa Hut (17 km / 9 h)
Tag 4 – Waiopaoa Hut bis Panekiri Hut (7.5 km / 5 h)
Tag 5 & 6 – Panekiri Hut bis Onepoto Landing (9 km / 4 h) und Heimreise (513 km / 8 h)

Zum Album in der Galerie

Lake Waikaremoana Great Walk – Tag 2

Hopuruahine Landing bis Waiharuru Hut (9 km / 6 h)

Lake Waikaremoana Great Walk
Karte

Bevor es nun endlich auf den Great Walk geht, noch ein paar Dinge zum Track selbst. Die meisten Wanderer gehen den Weg von Süden nach Norden und brauchen für die 46 km 4 Tage. Allerdings beginnt dann der erste Tag mit dem Anstieg auf die 600 m höher gelegene Panekiri Ridge, 400 m davon auf die ersten 1,5 km. Nachdem über Weihnachten niemand auf dem Track unterwegs war, hatte ich die Hoffnung, den Massen möglichst lange zu entgehen und gleichzeitig die Ridge für den letzten Tag aufzuheben, indem ich von Norden nach Süden gehe. Das stellte sich als Glücksfall heraus, denn die bis auf die letzten beiden Etappen war ich größtenteils als einziger auf dem Weg unterwegs. Einen ganzen Urwald für sich alleine! :-D

Entlang des Weges gibt es einige Hütten und Campingplätze. Die üblichen Tagesziele sind die Panekiri Hut, Waiopaoa Hut und Waiharuru Hut – oder anders herum wie bei mir.

Abschied

Abschied von der Zivilisation — das Wassertaxi geht

In welcher Richtung auch immer, üblicherweise beginnt der Track mit einem (wilden) Ritt auf dem Wassertaxi. Beide Trailheads sind zwar auch per Straße erreichbar, aber dann steht das Auto dort. Deswegen gibt es Taxis vom Motor Camp aus an beide Enden. Die nördliche Anlegestelle ist 2 km vom Trailhead entfernt, aber das Stück kann man auch getrost vernachlässigen, der interessante Teil des Weges kommt auf den 44 km danach. Das Wetter war immer noch nicht sehr einladend an diesem Morgen, aber als mich das Wassertaxi alleine im Urwald zurück lies, kam gerade die Sonne heraus.

 

Der Weg allerdings, der begrüßte mich sogleich von seiner matschigsten Seite zur Einstimmung auf den Regenwald.

Matsch

Matsch

Lake Waikaremoana Great Walk – Tag 2 weiterlesen

Lake Waikaremoana Great Walk – Tag 1

Anfahrt (395 km / 7 h)

Der Tag begann frühmorgens in Auckland und führte über den State Highway 1 bis Cambridge. Das war “überraschend” am 25.12. völlig ausgestorben, und so blieb es beim mitgebrachten Mittagessen und einer kurzen Pause. Von dort ging es den SH 5 über Rotorua bis nach Murupara, der letzten größeren Siedlung (um das Wort “Stadt” zu vermeiden…) vor dem Nationalpark. Den ganzen Tag über war es eher trüb gewesen, hier regnete es als Willkommensgruß am und im Regenwald.

Te Urewera

Berge des Te Urewera Nationalparks im Regen

Te Urewera

Berge des Te Urewera Nationalparks im Regen

Auf dem rechten Bild sieht man schon sehr schön das undurchdringliche Grün, das auf den nächsten 100 km alles beherrschte. Vor dem Eintauchen in den Park musste allerdings erst einmal das Auto notrepariert werden, denn das Blinkergehäuse hatte nach 300 km Fahrt genug von Neuseelands Straßen – und das waren erst die geteerten.

1001 Verwendungsmöglichkeiten für Gaffer's Tape

Ergebnis einer 7-stündigen Fahrt über Neuseelands Straßen…

Stau

Verkehrsstau

Schon bald nach der Einfahrt in den Park wurde aus einer geteerten Straße eine Schotterpiste, die sich tapfer State Highway 38 nennt. Willkommen in Neuseeland! Hier sind auch die Verkehrsstaus von anderer Art. ;-)

Am Waikaremoana Motor Camp angekommen zeigte sich der See tief mit Regenwolken verhangen. Der Platzwart begrüßte mich mit den Worten “Sie sind also der komische Vogel, der am 25.12. einchecken will!”. Genau der.

 

 

Meine Hütte “Hairy Hog” für eine Nacht bekam ich trotzdem, und der Tag endete mit gemischten Gefühlen ob des trüben Wetters.

Einleitung
Tag 1 – Anfahrt (395 km / 7 h)
Tag 2 – Hopuruahine Landing bis Waiharuru Hut (9 km / 6 h)
Tag 3 – Waiharuru Hut bis Waiopaoa Hut (17 km / 9 h)
Tag 4 – Waiopaoa Hut bis Panekiri Hut (7.5 km / 5 h)
Tag 5 & 6 – Panekiri Hut bis Onepoto Landing (9 km / 4 h) und Heimreise (513 km / 8 h)

Zum Album in der Galerie